Brigitte Meyer

Meine Vorfahren mütterlicherseits kamen aus Freising/Oberbayern. Dort wurde ich als Brigitte Raber am 21.September 1944 geboren, weil meine Mutter, bedingt durch den zweiten Weltkrieg, im Hause meines Urgroßvaters wohnte.

Mein Urgroßvater, Alois Steinecker, betrieb dort ein Baugeschäft und hatte auch eine Ziegelei. Daneben bewirtschaftete er größere landwirtschaftliche Flächen. Er ist Ehrenbürger der Stadt Freising. Nach dem Krieg zogen meine Eltern, Adolf und Thilde Raber, nach Herrenberg. Dort stammt mein Vater und seine Vorfahren her. In Herrenberg arbeitete früher auch mein Großvater mütterlicherseits, Dr. Adolf Dobler, als Tierarzt und Leiter des dortigen Landwirtschaftsamts. Er hatte sich dabei besonders der Tierzucht, dem württembergischen Fleckvieh, gewidmet.

In Herrenberg ging ich auch in die Grundschule und später auch in Stuttgart-Feuerbach, denn meine Eltern zogen berufsbedingt nach Stuttgart. Dort besuchte ich das Gymnasium und dann das Heidehof-Gymnasium. Durch den Besuch der zweijährigen Höheren Handelsschule in der Hasenbergstraße im Stuttgarter Westen rückte der Ernst des Berufslebens näher. Nach dem Abschluss war ich bei der deutschen Wochenzeitung „Christ und Welt“ mit Sitz in Stuttgart-Sillenbuch tätig. Die meiste Zeit arbeitete ich dort als Sekretärin des Verlagsleiters.

In dieser Zeit war ich auch für den damals weltbekannten Publizisten Dr. Klaus Mehnert, später Professor an der Technischen Hochschule Aachen, und für den Generalkonsul und Botschafter Dr. Georg Federer tätig.

Mein Mann und ich heirateten im Mai 1967 und wohnten dann fast acht Jahre in einer Dachgeschoßwohnung in der neuen Parksiedlung in Stuttgart-Möhringen. Danach zogen wir noch zweimal um und zwar in Stuttgart-Sillenbuch, wo wir heute noch unser Domizil haben.

Nach der Heirat schrieb mein Mann an seiner Dissertation und war gleichzeitig Studienreferendar. Mit einer damals noch mechanischen Schreibmaschine schrieb ich die Reinschrift für die Abgabe bzw. Einreichung der Dissertation an der Universität Mannheim, oft mit Schaubildern im DIN A3–Format. Und für die Arbeit im Schuldienst an einer kaufmännischen Berufschule I in Stuttgart bekam ich die ehrenvolle Aufgabe der Korrektur von Aufsätzen inklusive Rechtschreibung und Zeichensetzung übertragen. Später kam auch noch das Schreiben von Manuskripten auf dem damals noch koffergroßen Personalcomputer hinzu. Als Programm wurde dabei Wordperfect und Disketten benutzt, was heute natürlich technisch völlig überholt ist. 

Seit Anfang 1970 sind wir einige Jahrzehnte Jahr für Jahr in den Alpen in ganz unterschiedlichen Regionen Ski gefahren. Aber auch in den Sommerferien waren wir vor allem mit Wanderferien aktiv. Dabei waren wir u.a. in Island, Griechenland, auf den Liparischen Inseln, Kreta, Wales, Schottland, sowjetischer Orient.

Meinen Mann zog es aber dann immer mehr zu Trekkingsreisen in alle Welt mit entsprechenden Höhen, was mir zu anstrengend war. Ich widmete mich dann aber der Pflege meiner Eltern. Aus diesem Grunde gab ich dann auch mein Mandat im Kuratorium der Stiftung auf.