Kirsten Kortz

Der Thomas-Gulden-Preis wird im Sommersemester 2010
 
Frau Kirsten Kortz, Bachelor of Science,
 
Studiengang BW/Controlling, Finanz- und Rechnungswesen
 
für ihre herausragenden Studienleistungen und ihr Engagement für die Hochschule ausgezeichnet.
 

 
Biografie
Nach Ablegung der Mittleren Reife absolvierte Kirsten Kortz eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau und arbeitete in diesem Beruf mehrere Jahre in verantwortungsvollen Positionen. Anschließend erwarb sie die Fachhochschulreife (Note 1,0) und studierte im Studiengang BW/Controlling, Finanz- und Rechnungswesen der Hochschule Pforzheim. Kirsten Kortz schloss mit der Note 1,4 ab. Während des Studiums war sie Tutorin im Fach Statistik und leitete mit großem Erfolg studentische Übungsgruppen. Praktika bei einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und im Controlling einer Universitätsklinik rundeten ihre Ausbildung ab. Seit Februar 2011 arbeitet Kirsten Kortz als Vertriebscontrollerin bei der BLANCO GmbH & Co KG, einem weltweit agierenden deutschen Familienunternehmen, das zu den international führenden Anbietern im Bereich der Küchentechnik zählt.
 
 
 
Bachelorthesis
„Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung – ein Vergleich nach IFRS und HGB“
Weltweit tätigen Konzerne der unterschiedlichsten Branchen milliardenschwere Akquisitionen. Während in Krisenzeiten meist günstigere Übernahmepreise erzielt werden können, zahlen Konzerne in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs oftmals Kaufpreise, die weit über dem Marktwert der erworbenen Unternehmen liegen. Die daraus entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte nehmen daher eine bedeutende Stellung in den Konzernbilanzen ein.
 
Bei der konzernbilanziellen Behandlung des Geschäfts- oder Firmenwerts, auch Goodwill genannt, wurden sowohl nach internationalen als auch nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften diverse Änderungen eingeführt. In der internationalen Rechnungslegung löste IFRS 3 (rev. 2008) den bis dahin geltenden IFRS 3 (2004) zur Behandlung von Unternehmenszusammenschlüssen ab. Das nationale Bilanzrecht wurde mit dem Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Mai 2009 komplett überarbeitet.
 
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert und vergleicht dabei die anzuwendenden Vorschriften nach IFRS und nach HGB. Die Arbeit basiert auf dem aktuellen Rechtsstand, geht dabei aber auch auf wichtige Änderungen gegenüber der zuvor geltenden Gesetzeslage ein.
 
Bei der Zugangsbewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts wird erläutert, wie dieser nach der Akquisitionsmethode (IFRS) bzw. Erwerbsmethode (HGB) ermittelt wird. Hierbei werden die durchzuführenden Schritte – wie bspw. Ansatz und Bewertung des erworbenen Vermögens (einschließlich latenter Steuern) oder Ermittlung des Unterschiedsbetrags – detailliert beschrieben. Auch auf den Sonderfall des sukzessiven Unternehmenserwerbs wird eingegangen. Im Mittelpunkt des Kapitels zur Folgebewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts steht dessen außerplanmäßige Abschreibung nach IFRS und HGB.
 
Diverse rechnerische Beispiele, die im Anhang aufgeführt sind, veranschaulichen zudem die in der Arbeit erläuterten Rechnungslegungsvorschriften bzgl. der Zugangs- und Folgebewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts.