Selina Epple

Der Thomas-Gulden-Preis für das Wintersemester 2017/18 wird
 
Frau Selina Epple, Bachelor of Science (B.Sc),
 
Studiengang BWL – Ressourceneffizienz-Management
 
für ihre herausragenden Studienleistungen, insbesondere für ihre Bachelorthesis,
 
"Entwicklung eines Planspiels zur Verdeutlichung der Auswirkungen eines  betrieblichen Energie- und Stoffmanagements auf die Emissionen von Treibhausgasen"
 
verliehen.
 

 
Biografie
Effizienz spielte schon immer eine bedeutende Rolle im Alltag von Selina, weshalb die Entscheidung zum Studium in Pforzheim in der Fachrichtung BWL- Ressourceneffizienz-Management leicht fiel. Die Einstellung festigte sich bei diversen Kurzpraktika während der Semesterferien und Werkstudentenstellen, sodass sie ihr Praxissemester in der Unternehmensberatung bei der Robert Bosch GmbH im Team für Fertigung und Logistik absolvierte. Das Semester darauf verbrachte Selina in Mexiko City am Instituto Tecnológico Autónomo de México.
Als Teil eines landesweiten Forschungsprojektes der Klimaschutz Initiative verfasste sie ihre Bachelor-Thesis am INEC Pforzheim mit der Bestnote. Dabei wurde ein Planspiel zu den Zusammenhängen von Stoffstrommanagement und Treibhausgasemissionen konzipiert, getestet und weiterentwickelt. Im Oktober 2017 beendete sie ihr Studium mit der Endnote 1,7. Seitdem arbeitet sie in einer Festanstellung als Assistentin der Fertigungsleitung bei der Physik Instrumente  GmbH & Co.KG in Karlsruhe. Hier möchte Selina die ersten Jahre Berufserfahrung sammeln, um voraussichtlich im Jahr 2020 einen berufsbegleitenden Master zu beginnen.
 
 
Entwicklung eines Planspiels zur Verdeutlichung der Auswirkungen eines betrieblichen Energie- und Stoffstrommanagements auf die Emissionen von Treibhausgasen
Viele Betriebe sehen sich einem steigenden Wettbewerbsdruck durch die fortschreitende Globalisierung und verschärften Umweltschutzgesetzen ausgesetzt. Ressourceneffizienz nennt sich hier der Schlüssel zum Erfolg, um gleichzeitig Kosten und Treibhausgasemissionen reduzieren zu können. Eine Möglichkeit, um die Produktivität zu erhöhen und Investitionen gezielt lenken zu können, ist die Einführung eines Energie- und Stoffstrommanagements. Dieses kann in vielerlei Facetten dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu sichern. Doch der Erfolg der Implementierung eines Energie- und Stoffstrommanagements hängt von unterschiedlichen Kompetenzen der Mitarbeiter ab, sowohl im methodischen als auch sozialen Kompetenzbereich. Daher ist eine geeignete Form der Fortbildung zu wählen.

Planspiele gewinnen in der Erwachsenenbildung in Unternehmen immer mehr an Attraktivität aufgrund ihrer Effektivität zur Ergänzung des Fortbildungsangebots. Das ausgearbeitete Konzept dient als Grundlage für ein Planspiel, welches in Firmen zur ersten Einführung der Mitarbeiter in die Thematik und Fragestellungen des Energie- und Stoffstrommanagements eingesetzt werden kann. Den 4 – 6 Teilnehmern werden neben den Sozialkompetenzen die Methoden der Input-Output-Bilanzierung und einfachen Stoffstrommodellierung beigebracht, da sich diese Werkzeuge bei der Implementierung in vielen Betrieben bewährt haben. Bei der Anwendung der Methoden in verschiedenen Spielrunden wird deutlich, dass die sogenannte Ökoeffizienz, also gleichzeitige Steigerung der Produktivität bei sinkenden Umwelteinwirkungen durch den Betrieb, durchaus möglich ist.